7. Juni 2017

VGSD wird Mitglied des einflussreichen Wirtschaftsverbands vbw

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer des vbw, Foto: Stefan Obermeier

Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. (vbw) ist um die Jahreswende auf den VGSD zugekommen und hat ihn eingeladen, sich um eine Mitgliedschaft zu bewerben. Dem ist der BAGSV-Mitgliedsverband nachgekommen, der Beitritt wurde auf der VGSD-Mitgliederversammlung am 10. März 2017 diskutiert und beschlossen.

Seit 3. April ist der VGSD offiziell vbw-Mitglied. Letzte Woche war Vorstand Andreas Lutz erstmals bei internen Veranstaltungen präsent: Der Hauptgeschäftsführerkonferenz, der Mitgliederversammlung sowie der von der vbw organisierten Bayerischen Wirtschaftsnacht.

Auch andere BAGSV-Mitglieder haben via VGSD ab sofort mittelbar die Möglichkeit, in vbw-Gremien mitzuarbeiten.

Wer ist die vbw?

Die vbw vertritt die Wirtschaftsverbände (einschließlich der Arbeitgeberverbände) in Bayern, aber auch Bundesverbände, die ihren Sitz nicht in Berlin, sondern in Bayern haben.

Die vbw gilt als ausgesprochen effektiv und politisch höchst einflussreich – in Bayern ebenso wie auf Bundesebene. Ihre Stimme hat sowohl in BDI als auch BDA großes Gewicht und es bestehen sehr gute Kontakte in die Bundesregierung und natürlich auch in die bayerische Landesregierung sowie zu allen Parteien.

Warum ein arbeitgebernaher Verband?

Da die Sozialpartner – Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften – maßgeblich die Wirtschafts- und Sozialpolitik in Deutschland mitbestimmen, ist der VGSD auf beide Seiten zugegangen, um gemeinsame Positionen zu finden und Unterstützung für die Vertretung der Interessen von uns Selbstständigen.

Im Bereich der Arbeitgeberverbände ist er dabei auf (vorsichtig ausgedrückt) deutlich größere Offenheit für eine Zusammenabeit gestoßen. Natürlich gibt es auch dort unterschiedliche Positionen, aber es bestehen auch große Schnittmengen. Die Mitgliedschaft in der vbw ermöglicht es, über die Mitarbeit in Ausschüssen künftig Verständnis für unsere Standpunkte zu wecken und diese in Arbeitgeberpositionen einfließen zu lassen.

Unabhängig davon ist und bleibt es (auch gegenüber der vbw) erklärtes Ziel, den Selbstständigen eine eigene, von Arbeitgebern und Gewerkschaften unabhängige Stimme zu geben. Entsprechend werden wird der VGSD direkt und im Rahmen der BAGSV weiterhin uneingeschränkt in Berlin aktiv sein!

Und natürlich werden wir auch weiterhin Gelegenheiten suchen, auch mit aufgeschlossenen Gewerkschaftsvertretern zu sprechen und für pragmatische Lösungen im Interesse aller Selbstständigen zu werben.

Erste Erfahrungen

Die vbw kannten viele BAGSV-Verbände bereits von ihren zahlreichen öffentlicher Veranstaltungen, etwa zu Werkverträgen oder zum Weissbuch Arbeiten 4.0. Als Mitglied haben wir via VGSD jetzt auch Zugang zu geschlossenen Veranstaltungen wie bereits erwähnten, zwei mal jährlichen Hauptgeschäftsführer-Konferenz.

Eine solche fand am Mittwoch letzter Woche statt. Die Vertreter der verschiedenen Verbände berichteten reihum über die wirtschaftliche Entwicklung ihrer jeweiligen Branche bzw. ihrem Bereich. vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt kommentierte und bot im Bedarfsfall seine Unterstützung an, anschließend berichtete über die Schwerpunkte der vbw-Arbeit seit dem letzten Treffen. Daraufhin informierten Mitarbeiter und externe Experten über bestimmte aktuelle Verbandsaktivitäten und Gesetzesvorhaben.

So trug zum Beispiel ein Wissenschaftler des IW Köln über eine von der vbw beauftragten Studie zur Einkommens- und Vermögensverteilung in Deutschland vor. Vor dem Hintergrund der Diskussion über die Altersvorsorge von Selbstständigen und der mangelhaften Datenbasis dazu entstand die Frage, ob für die Selbstständigen auch getrennte Auswertungen möglich seien. Mit einer solchen wurde der Forscher dann an Ort und Stelle beauftragt.

Neben dem unmittelbaren Informationsaustausch ergeben sich bei solchen Veranstaltungen wichtige Einblicke („Was ist durchsetzbar, was nicht?“) sowie wertvolle Verbandskontakte. All diese Gespräche haben uns darin bestärkt, dass der vbw-Beitritt eine gute Entscheidung war.

Fact Sheet: vbw

Die vbw sieht sich als „Die Stimme der Wirtschaft“. Die Mitgliedschaft ist freiwillig und branchenübergreifend

Gegründet: 1998 (Zur Geschichte: vgl. Wikipedia-Eintrag)

Mitarbeiter: ca. 200

Sitz: München mit Zweigstellen in 6 weiteren bayerischen Städten sowie Verbindungsbüro in Brüssel

Mitglieder: 133 Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände sowie 41 Einzelunternehmen.

Hauptgeschäftsführer: Bertram Brossardt (Lebenslauf)

Präsident: Alfred Gaffal (Lebenslauf)

Ausschüsse: Übersicht über die 12 vbw Ausschüsse und deren Betreuer

Landesvertretung: Die vbw ist Landesvertretung der BDA (Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände e.V.) und des BDI (Bundesverband der Deuschen Industrie e.V.)

Website: vbw-bayern.de

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